Schafft viele Rütli-Schulen!

Jürgen Amendt findet, dass Kommunale Bildungslandschaften nur bedingt gegen soziale Ungleichheit helfen

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Vernetzung von Bildungseinrichtungen gilt Bildungs- und Sozialpolitikern als eine Möglichkeit, der Bildungsarmut von Kindern der sozialen Unterschicht entgegenzuwirken. Dass diese Hoffnung eine trügerische sein kann, zeigt das Beispiel des Rütli-Campus in Berlin. 2006 schrieben Lehrer der Rütli-Schule der im Stadtteil Neukölln gelegenen Hauptschule einen Brief an die Schulrätin des Bezirks. Von einer Verrohung der Schüler und von deren Perspektivlosigkeit war darin die Rede; letztlich war diese von den Medien als Brandbrief bezeichnete Anklage ein Hilfeschrei von Pädagogen, die überfordert waren und sich von der Politik im Stich gelassen fühlten.

Die Klage über die Zustände an der Hauptschule in dem sozialen Brennpunkt wurde zu recht geführt. Allein: Es waren nicht die Schüler, die das Problem darstellten, sondern eine Schulpolitik, die Lehrkräfte aus dem Ostteil der Stadt an...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.