René Heilig 28.11.2016 / Politik

»...eine jederzeit offene Zusammenarbeit«

Dem Verfassungsschutz fehlen NSU-Observationsberichte und dem BKA jegliche Gefühle für Ermittlungsarbeit

Gerd Egevist, so will er genannt werden, ist 66 Jahre alt, pensioniert. Er war in der vergangenen Woche Zeuge im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Der Mann, der im gehobenen Verfassungsschutz-Dienst gewalttätige Rechtsextremisten beobachtete, wog seine Worte wohl ab, beriet sich mit seinem Rechtsanwalt und erweckte durchaus den Eindruck, aussagewillig zu sein. Beim Erinnern geholfen hätten ihm alte Akten. Auch die zu den V-Leuten »Treppe«, »Tusche«, »Tonfarbe« und »Tarif«? Kaum. Denn letztere beispielsweise habe er vor Tagen im Amt nur arg zerfleddert vorgefunden. Maximal zehn oder zwanzig Prozent des einstigen Bestandes seien noch vorhanden.

Von 1994 bis 2001 war »Tarif«, also Michael von Dolsperg, Spitzel für das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Mit seinen Informationen hätte sich die NSU-Mordserie womöglich verhindern lassen. Ob das so ist, wollen aber weder das Bundeskriminalamt (BKA), noch der Generalbundesanw...

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