Volkmar Draeger 28.11.2016 / Kultur

Bewegungslabor der Körper

Wegweisend: Isabell Schads »Pieces and Elements« im HAU 2

Seitdem Isabelle Schad, nach neunjährigem Studium an der John Cranko Schule Stuttgart, das Ballett verlassen und sich dem zeitgenössischen Tanz zugewandt hat, ist sie zu einer der interessantesten Choreografinnen herangewachsen. Mehr als 15 Jahre schon zeigt sie Stücke, die sich der Erforschung des Körpers widmen. Ohne erzählerischen Ehrgeiz, dafür umso konsequenter im Ausloten physischer Bewegungsmöglichkeiten. Mit ihrer neuen Arbeit bleibt sie diesem Anspruch treu. »Pieces and Elements« wirft eine Stunde lang zwölf Tänzerinnen und Tänzer auf der zum Plateau erhobenen Szene des HAU 2 ins Experimentallabor, zergliedert ihre Leiber in Extremitäten und Rumpf und erzeugt dabei Bewegungszyklen, die bisweilen an kinematische Getriebe erinnern und zu bizarren Formen führen.

Nicht nur am Anfang stehen die Akteure mit dem Rücken zum Publikum. Ihre Gesichter bleiben fast durchgängig unsichtbar, was die Geschlechtszugehörigkeit aufhebt. Zunächst ...

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