Irene Constantin 29.11.2016 / Kultur

Erst Besinnung, dann Jubel

Giacomo Puccinis »Tosca« an der Oper in Halle (Saale)

Romelia Lichtenstein als Tosca

Tosca» im August im Heckentheater des Schlossparks in Rheinsberg, «Tosca» im Oktober im Theater Magdeburg, «Tosca» Anfang November in der Berliner Neuköllner Oper und nun noch einmal «Tosca» in Halle: mühsames Kritikerleben; gewisse Zögerlichkeiten. Und dann ein Geschehen auf der Bühne, als hätte man diese Liebes-und-Todes-Dreiecksgeschichte noch nie gesehen. Regisseur Jochen Biganzoli kühlt das von Anfang bis Ende unter emotionaler Siedehitze stehende Drama merklich ab. Seine Empathie gilt allein der Titelfigur Floria Tosca und der Sängerin Romelia Lichtenstein. Am Ende sind Tosca und Lichtenstein eins.

Der Maler Mario Cavaradossi gefällt sich in einer spätrevoluzzerhaften Kunstausübungspose, spektakelt seine mittels nackter Models hergestellten Überschichtungen von Andy-Warhol-Ikonen zu einer Kunst-Religion empor. Riesengroße Leuchtbuchstaben mit dem Losungswort «ART» beherrschen seine Atelier-Kirche (Bühnenbild Wolf Gutjahr). W...

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