Gabriele Oertel 29.11.2016 / Politik

Ein brüchiges Bau-Bündnis

Aus Enttäuschung über Bauministerin 
Hendricks und Verärgerung über den 
Klimaschutzplan sind Verbände ausgetreten

Vor großen Worten und Zahlen hatte man sich vor zweieinhalb Jahren nicht gescheut: Von einer längst überfälligen Wohnungsbauoffensive war die Rede und von mindestens 350 000 nötigen neuen Wohnungen jährlich. Es schien, als hätte die insbesondere in Ballungsräumen, Universitäts- und Großstädten grassierende Wohnungsnot endlich eine Antwort gefunden.

Das von Bundesbauministerin Barbara Hendricks im Frühsommer 2014 geschmiedete Bündnis für bezahlbares Bauen und Wohnen sollte Bund, Länder, Kommunen, Wohnungs- und Bauwirtschaft, den Deutschen Mieterbund, Gewerkschaften sowie weitere Akteure zusammenführen, um mit vereinter Kraft die Herausforderungen am Wohnungsmarkt zu bewältigen. Ziel war es, gemeinsam die Voraussetzungen für den Bau und die Modernisierung von Wohnraum in guter Qualität, vorzugsweise im bezahlbaren Marktsegment, zu verbessern und das Angebot in Gebieten mit Wohnraummangel zu erweitern.

Doch nun gab es erst einma...

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