Schering vertuschte, Bayer bleibt stur

Duogynon-Opfer kämpfen weiter für Anerkennung und Entschädigung

Zu einer Protestdemonstration wollen sich am Dienstagnachmittag in Berlin Geschädigte des Schering-Präparates Duogynon treffen. Gemeinsam mit Contergan-Geschädigten, Vertretern der konzernkritischen Coordination gegen Bayer-Gefahren und der Sängerin Nina Hagen am Brandenburger Tor machen sie auf die weiter ungeklärte Rechtslage aufmerksam. Anlass war die Dokumentation »Der vertuschte Skandal - Ein Pharmakonzern und sein Hormonpräparat«, die am Montagabend in der ARD ausgestrahlt wurde.

Das Hormonpräparat Duogynon kam in den 1950er und 1960er Jahren bei Menstruationsbeschwerden und als Schwangerschaftstest zum Einsatz. Hergestellt und verkauft wurde es bis Anfang der 1970er Jahre von Schering, in Großbritannien ab 1958 unter dem Namen Primodos. 1978 wurde das Mittel - eine Kombination der weiblichen Sexualhormone Progesteron und Östradiol - in Cumorit umbenannt. Löste die Hormonkombination bei den Frauen binnen Wochenfrist keine Bl...

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