Hendrik Lasch, Delitzsch 29.11.2016 /

Der unbekannte Riese

Im Haus eines Gründervaters wird die Genossenschaftsidee gehütet

Die Hüter des Welterbes sitzen in einem engen Haus in einer schmalen Gasse der sächsischen Kleinstadt Delitzsch. Kreuzgasse 10: eine Adresse, in der Geschichte geschrieben wurde - die heute indes kaum jemand kennt. 1849 rief hier der Richter und Sozialreformer Hermann Schulze eine erste deutsche Genossenschaft ins Leben, in der Schuhmacher gemeinsam wirtschafteten. Während in dem Haus seit 1992 ein Museum eingerichtet ist, hat der damals propagierte Ansatz die Massen ergriffen: Weltweit, so heißt es in einem Antrag, mit dem Deutschland die Idee der Genossenschaft als immaterielles Welterbe der Unesco anerkennen lassen will, gibt es heute 900 000 Genossenschaften mit 800 Millionen Mitgliedern. In der Bundesrepublik soll jeder Vierte Mitglied einer Genossenschaft sein. Dennoch gebe es »erhebliche Risiken für Erhalt und Weitergabe« der Idee, heißt es in dem Antrag - allen voran einen »sinkenden Bekanntheitsgrad« unter Jüngeren. Die Genoss...

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