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Brandbrief zu Zuständen im Flüchtlingsamt

Das Amt besteht erst wenige Monate und schon ist es offenbar überfordert: Mitarbeiter des im August eröffneten Landesamtes für Flüchtlinge (LAF) haben nach einem Bericht der rbb-Abendschau einen Brandbrief an die Hausleitung unter Präsidentin Claudia Langeheine verschickt. Darin bemängeln sie eine erhebliche Arbeitsüberlastung, die schwerwiegende Folgen für Führungskräfte und Mitarbeiter habe. Durch viele Überstunden litten sie unter Bluthochdruck, Albträumen, Gereiztheit und Schlafstörungen. 15 Fälle pro Mitarbeiter und Tag zu bearbeiten - das sei zu viel, heißt es in dem Brief.

Das Schreiben sehen die Unterzeichner als eine »Gefahrenanzeige« nach Paragraf 15 des Arbeitsschutzgesetzes. Dieser Paragraf verpflichtet den Arbeitgeber, für die Sicherheit und Gesundheit seiner Beschäftigten zu sorgen. Es sei bereits die zweite Gefahrenanzeige der Mitarbeiter, eine erste gab es im Januar damals noch in der Vorgängerbehörde, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo). Die Behördenleitung wollte sich nach Angaben einer Sprecherin im Laufe des Dienstags dazu äußern.

Als Gründe für die Arbeitsüberlastung prangerten die LAF-Mitarbeiter fehlende und unvollständig geführte Akten an, heißt es weiter. epd/nd

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