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Fiasko für Rebellen in Aleppo

16 000 Menschen konnten aus umkämpften Vierteln der syrischen Stadt fliehen

Berlin. Aleppo bleibt der Brennpunkt des syrischen Krieges. Am Dienstag mussten sich die Rebellen angesichts der Offensive der Regierungsarmee weiter zurückziehen. Nach Einschätzung von Oppositionellen im Exil haben die syrischen Aufständischen bzw. die dschihadistischen Söldner aus dem Ausland damit »die schwerste Niederlage seit 2012« erlitten, zitiert AFP den Leiter der oppositionsnahen Beobachtungsstelle in London, Rami Abdel Rahman.

Um weitere Kämpfe innerhalb der Stadt zu vermeiden, hat die syrische Armee dem Vernehmen nach abzugswilligen Regierungsgegnern erneut einen Korridor nach Südwesten in die noch von ihnen beherrschte Stadt Idlib offen gelassen. Davon scheint Gebrauch gemacht worden zu sein. Erneut wurde somit Tausenden Zivilisten, die freiwillig oder unfreiwillig im Rebellengebiet waren, die Flucht in nicht umkämpfte und unter Regierungskontrolle stehende Viertel Aleppos ermöglicht.

Bis zu 16 000 Menschen seien aus den Rebellengebieten geflohen, teilte der UN-Direktor für Humanitäre Hilfe, Stephen O'Brien, am Dienstag mit. UN-Sprecher Stéphane Dujarric rief die Konfliktparteien dennoch ein weiteres Mal eindringlich auf, ihre Angriffe auf Zivilisten in Aleppo zu beenden. Bereits am Vorabend hatte die UNO in New York »alle Konfliktparteien« aufgerufen, die »willkürlichen Bombardierungen einzustellen«, Zivilisten und zivile Infrastruktur zu verschonen.

Frankreich, bisher in Europa der entschiedenste Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, reicht das nicht. Der Pariser Außenminister Jean-Marc Ayrault forderte angesichts der »humanitären Katastrophe« in der syrischen Stadt eine »sofortige« Sitzung des UN-Sicherheitsrats und ein Ende der Kampfhandlungen.

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