Backpfeifen für Zucht und Ordnung

Rheinland-Pfalz arbeitet die Geschichte der Heimerziehung in einem Buch auf

Es gab auch Heimleiter, die mit den Zöglingen Schach spielten.

Sie galten als verwahrlost, aggressiv oder faul: Deswegen kamen bis 1982 einige hundert Jungen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren in staatliche Heime nach Speyer, Gau-Algesheim oder Ingelheim. Ihr Schicksal findet jetzt späte Beachtung: Drei Jahre nach einem Landtagsbeschluss zum Unrecht an diesen Jugendlichen haben Wissenschaftler ihre historische Beschäftigung mit diesem Kapitel der rheinland-pfälzischen Geschichte abgeschlossen und unter dem Titel »Verwaltet und vergessen« eine bedrückende Dokumentation vorgelegt. »Es ist ein Stück Zeitgeschichte zur Heimerziehung in Rheinland-Pfalz«, erklärte das Familien- und Jugendministerium vor der Vorstellung des Buchs am Mittwoch in Mainz.

Eindringlich schildern ehemalige Heimbewohner in persönlichen Erinnerungen zu Beginn und am Ende des Buchs ihre Erfahrungen in den Landeserziehungsheimen. Heinrich Engelhardt schreibt über den Heimleiter in Ingelheim in den Jahren 1968/69: »Er war sehr...

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