Uwe Kalbe 01.12.2016 / Inland

Höre und staue

Im Asylverfahren wurden Anhörung und Entscheidung getrennt, das Ergebnis sind Fehler

Günter Burkhardt räumt ein, dass die deutsche Asylpraxis im Vergleich zu der in Griechenland oder Ungarn prima ist. Der Geschäftsführer von Pro Asyl lobt auch, dass Asylanträge inzwischen zügig bearbeitet werden. Doch das Lob zeugt eher vom desolaten Zustand des Asylrechts in Europa als von guten Zuständen in Deutschland. In einem Memorandum fordern zwölf Wohlfahrtsverbände, Anwalts- und Richtervereinigungen sowie Menschenrechtsorganisationen mit der Autorität ihrer Expertise dringend eine Qualitätsverbesserung bei den Asylentscheidungen.

106 Fälle dokumentieren die Organisationen, in denen sie Verfahrensmängel nachweisen. Zwar ist dies ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl der Fälle, aber ein typischer, wie Katharina Stamm hervorhebt. Von einer historisch einmaligen Situation spricht die Diakonie-Migrationsexpertin. 400 000 Asylanträge wurden im letzten Jahr registriert, mit 700 000 wird Ende dieses Jahres zu rechnen sein. Trot...

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