Leichnam in Hausprojekt entdeckt

Die Feuerwehr ist entgegen Medienberichten bei einem Noteinsatz im Hausprojekt »Köpi« am späten Dienstagabend nicht behindert worden. »Wir können nicht sagen, dass die Einsatzkräfte angegriffen oder behindert wurden«, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr dem »nd«.

Im Hof des Hausprojektes war eine leblose Frau gefunden worden. Der »BZ« zufolge war die Feuerwehr an ihrem Rettungseinsatz vor Ort gehindert worden. Dem »nd« gegenüber begründete die Sprecherin den begleitenden Polizeieinsatz damit, dass der Hinterhof des bekannten linken Szenetreffs »natürlich kein normaler Hinterhof« sei, weshalb von einer »bedrohlichen« Situation die Rede war. Zudem sei die Todesursache der leblosen Frau unklar gewesen, weshalb die Polizei routinemäßig um Unterstützung gebeten worden sei. »Bei diesem Haus ist es ganz normal, dass die Polizei mit mehreren Fahrzeugen angefahren kommt«, erklärte die Feuerwehrsprecherin. Die »Köpi« ist seit 1990 besetzt, und seit 1991 legalisiert. In ihren Räumen finden regelmäßig Konzerte, Solipartys und Veranstaltungen statt.

Die tote Frau ist noch nicht identifiziert worden. Auch die Todesumstände sind noch ungeklärt. Ein Fremdverschulden sei derzeit aber nicht zu erkennen, so die Polizei. Die genaue Todesursache werde noch durch eine Obduktion geklärt. Dies kann erfahrungsgemäß einige Tage dauern.

Die kurz vor 23 Uhr alarmierte Feuerwehr hatte bei der Frau zwar noch Wiederbelebungsversuche unternommen. Sie blieben aber nach Angaben der Leitstelle ohne Erfolg. dpa/nd

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