Alexander Amberger 02.12.2016 / Literatur
Politisches Buch

Auch in der DDR rumorte es, aber ...

Das Krisenjahr 1956 im Blick der Staatssicherheit - eine Dokumentenedition

Der 32-jährige Wolfgang Harich in seinem Arbeitszimmer in Berlin, kurz vor seiner Verhaftung am 29. November 1956

Das Jahr 1956 wird als Krisenjahr des Kommunismus bezeichnet. Es bildete den Abschluss einer Phase der Unsicherheit und Instabilität, die mit Stalins Tod begann und drei Jahre währte. Vor 50 Jahren kulminierten die Entwicklungen in mehreren Ländern des sowjetischen Machtblocks. Die mit dem XX. Parteitag der KPdSU im Februar eingeleitete Entstalinisierung führte zu einer Schwächung diverser kommunistischer Parteien. Was folgte waren Unruhen in Polen und Ungarn. In der DDR rumorte es zwar auch, ein Aufstand blieb aber aus.

Dies war keine Selbstverständlichkeit, denn auch die Macht von Walter Ulbricht geriet ins Wanken. Sowohl in der Intelligenz, als auch unter den Arbeitern wuchs die Empörung. Letzteres zeigen die nun publizierten geheimen Berichte des MfS an die Staats- und Parteiführung. Zuständig war die »Abteilung Information« (später »Zentrale Auswertungs- und Informationsgruppe«, ZAIG).

Herausgegeben hat den Archivband di...

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