Ronald Friedmann 02.12.2016 / Literatur
Politisches Buch

Antikommunismus, gepaart mit Antisemitismus

Sina Arnold und Olaf Kistenmacher erinnern an den Fall Ethel und Julius Rosenberg

Um es gleich vorab zu sagen: Das ist ein gut gemeintes, aber schlecht gemachtes Büchlein. Nicht nur, weil weniger als hundert Seiten einfach zu wenig sind für Ethel und Julius Rosenberg. Angemessen zu behandeln ist ihr Fall zudem nicht, wenn er thematisch äußerst anspruchsvoll ausgeweitet wird, wie der Untertitel verspricht: »Antikommunismus, Antiamerikanismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges«.

Sina Arnold und Olaf Kistenmacher haben vollkommen recht, wenn sie feststellen, dass das Schicksal von Ethel und Julius Rosenberg heute nur noch sehr wenigen Menschen bekannt und bewusst ist. Die beiden wurden am 19. Juni 1953 in New York auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Sie waren wegen Atomspionage für die Sowjetunion zum Tode verurteilt worden. Der Fall erregte weltweit Aufsehen. Linke sahen das Ehepaar als unschuldige Opfer des Antikommunismus der McCarthy-Ära in den USA. Die Stimmung gegen die Rosenbergs und ...

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