02.12.2016

Amtsgericht eröffnet Insolvenzverfahren für Modeunternehmen Wöhrl

Nürnberg. Das Amtsgericht im bayrischen Nürnberg hat am Donnerstag das Insolvenzverfahren für das wirtschaftlich angeschlagene Modeunternehmen Wöhrl wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet. Das Gericht habe ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet, sagte ein Justizsprecher. Dies gelte sowohl für die Rudolf Wöhrl AG als auch die 100-prozentige Tochtergesellschaft »Rudolf Wöhrl, das Haus der Markenkleidung GmbH & Co. KG«. Die Geschäftsleitung bleibt bei diesem Verfahren im Amt, ihr wird allerdings ein sogenannter Sachwalter von außen zur Seite gestellt. Wöhrl soll im Rahmen der Insolvenz in Eigenregie wieder auf Kurs gebracht werden. Zur Sanierung will der Vorstand in den kommenden Wochen vier seiner 34 Filialen schließen. Davon sind 146 der rund 2000 Mitarbeiter betroffen. Die Gewerkschaft Verdi wirft der Geschäftsleitung ein inhaltsarmes Sanierungskonzept auf Kosten des Personals vor. dpa/nd

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