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Zu Hause das Salz

Poesiealbum Skácel

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Manchmal scheint es, als kehrten die Dichter nicht mehr zurück. Denn der Lärm hat wahrlich über jenes Wort gesiegt, das manisch erregbaren Seelen entstieg; die Naturgewalt des gesteigerten Tons kommt längst nicht mehr an gegen das Kommunikationsschnurren der Geschäftsviertel. Ja, die Dichter kehren nicht mehr zurück, und doch haben sie, was zu stiften war, auf Dauer gestiftet. Auch jedes Gedicht von Jan Skácel, und sei es noch so traurig, erzählt die Attraktion des gekonnten Glücks - bei dem das Lebenkönnen über das Lebenmüssen hinausgeht. So kommt Spiel in den Lastcharakter der Existenz. Schönes Paradoxon, gerade dort, wo die Warnung vor den schlimmen Wendungen Stimme wird: Poesie hat den tiefen Ernst der großen Erleichterung, denn schon der geformte Ausdruck des Leides, der dunklen Vorahnungen dämpft doch den Schmerz. Ist schwebendes Flüstern von Schönheit. Auch wenn es die Schönheit eines Dämons ist.

Diesem Dichter, einem der gr...


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