Werbung

Wie gehen Jugendliche damit um?

Rund um die Demenz

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nach aktuellen Schätzungen leben heute bis zu 1,6 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland. Bis 2050 wird aufgrund des starken Wachstums der älteren Bevölkerung teilweise mit mehr als einer Verdoppelung der Erkrankten gerechnet. Für Angehörige, die sich um Menschen mit Demenz kümmern oder diese pflegen, wird die Lebenssituation häufig zu einer großen Herausforderung.

Die Erkrankung nicht auf ein Altersphänomen reduzieren

Der Umgang mit der Krankheit ist für viele ein Thema, bei dem sie auch Unterstützung benötigen. »Demenz betrifft auch junge Angehörige. Die Erkrankung auf ein ausschließliches Altersphänomen zu reduzieren, ist falsch«, sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege. Kinder und Jugendliche dürften im Kontext der Krankheit nicht vergessen werden.

Eine Untersuchung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) unter 1005 Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren hat ergeben: Etwa 29 Prozent gaben an, einen Familienangehörigen mit einer Demenz zu haben. Über Empfindungen und Bedürfnisse, die ein an Demenz erkrankter Angehöriger bei Kindern und Jugendlichen auslösen kann, wird dennoch wenig gesprochen.

Die meisten Kinder und Jugendlichen, die eine Demenzerkrankung in ihrer Familie wahrnehmen, empfinden das als enorme Belastungen. So macht 58 Prozent traurig, wie sich der Erkrankte aus ihrer Sicht verändert; 30 Prozent sind sich unsicher, wie sie mit ihm umgehen sollen. Jeder Vierte äußert Angst, dem Verwandten könne etwas zustoßen.

Von wem wird bei Versorgung Unterstützung erwartet?

Bei den 12- bis 17-Jährigen wurde zudem erfragt, wen sie als Unterstützung sehen würden, wenn sie bei der Versorgung des Angehörigen helfen müssten. Von denjenigen, die von einer Demenz in der Familie betroffen sind, wollen knapp zwei Drittel eine ambulante Pflegekraft hinzuziehen.

Zudem wünschen sich 49 Prozent für diesen Fall eine Person, die die Familie zu Pflegethemen berät. Einen Chat oder ein Forum im Internet will über ein Viertel nutzen. Immerhin noch jeder fünfte Befragte würde in schwierigen Situationen auf ein Sorgentelefon zurückgreifen.

Altersgerechte Aufklärung ist notwendig

»Als Gesellschaft müssen wir Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, gut mit dem Thema Demenz umgehen zu können. Die Aufklärung muss daher altersgerecht zum Beispiel im Kindergarten oder in der Schule beginnen. Neben der Familie müssen auch unsere sozialen Unterstützungssysteme dafür sorgen, dass auf akute Sorgen und Fragen von Kindern richtig reagiert werden kann«, betonte Suhr.

Neben den Herausforderungen wurden auch positive Erfahrungen genannt: 15 Prozent gaben an, viel durch den Umgang mit an Demenz erkrankten Angehörigen zu lernen. Fast jeder Siebte berichtete, durch die Krankheit einen stärkeren Familienzusammenhalt wahrzunehmen. ZOP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen