Werbung

Ressort und Amt sind beschädigt

Ellen Wesemüller 
über die späte Besetzung des Bildungsressorts

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Sandra Scheeres (SPD) wird auch unter der zweiten Regierung Michael Müllers Bildungssenatorin – so steht es zumindest am Dienstagmorgen in ihrem Wikipedia Artikel, der in diesem Fall seiner Zeit voraus ist. Denn die Frage, wer das Ressort übernimmt, wurde erst am Abend bekanntgegeben, nach Redaktionsschluss dieser Seite, zum ziemlich letztmöglichen Zeitpunkt.

Dass die Personalie als Letzte vor der Wahl Müllers am Donnerstag feststeht, ist schlecht für die Bildung und für den zukünftigen Amtsinhaber. Denn es wirkt so, als wollte die SPD jemand Geeigneteren für diesen Posten. Es wirkt so, als ob sich niemand der Mammutaufgabe aus Kitaplatzausbau und Schulsanierung stellen wollte, auch nicht die ehemalige Opposition, die sich ihrerseits laut zu Wort meldete, als es darum ging, Scheeres zu kritisieren. Stattdessen brodelt die Gerüchteküche: Wollte Müller eine andere Kandidatin für das Amt? Die SPD-Sprecherin will das weder bestätigen noch dementieren. Stattdessen verweist sie auf parteiinterne Fahrpläne.

So geht eine zukünftige Bildungssenatorin beschädigt ins Amt, obwohl die Sozialdemokraten immer betonen, wie wichtig ihnen das Ressort sei. Das hätten sie anders haben können. Indem sie Scheeres den Rücken stärken und betonen, dass sie sich vor schwierigen Aufgaben nicht sträubt. Dass man an Bord bleibt, wenn das Schiff schwankt. So hätte man nebenbei den Kritikern Scheeres' etwas Wind aus den Segeln nehmen können.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen