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Nachrichten - kurz und knackig

+++ LINKE in Berlin sagt Ja zur Rot-Rot-Grün +++ Dresdner OB redet mit Papst Franziskus über Flüchtlinge +++ Chef von Unglücks-Fluggesellschaft LaMia festgenommen +++ Arktis-Eis weiter auf Rekordminimum +++

Weg frei für Rot-Rot-Grün in Berlin

Der Weg für die bundesweit erste rot-rot-grüne Koalition unter Führung der SPD im Land Berlin ist frei. Nach Parteitagen von SPD und Grünen votierte in einem Mitgliederentscheid auch die Linke für den Koalitionsvertrag. Damit kann der SPD-Politiker Michael Müller am Donnerstag im Abgeordnetenhaus zum Regierenden Bürgermeister gewählt werden. Auch die neuen Senatoren sollen dann ernannt und vereidigt werden. Dann gäbe es vor der Bundestagswahl 2017 zweimal »R2G« in Deutschland: In Thüringen regiert seit zwei Jahren ein solches Bündnis unter dem linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow. Die LINKE ließ als einzige der drei künftigen Regierungspartner ihre Basis über den Koalitionsvertrag entscheiden. Die Zustimmung bei der vor drei Wochen gestarteten Befragung lag der Partei zufolge bei 89,3 Prozent. Knapp zwei Drittel der etwa 7350 Mitglieder beteiligten sich. »Das ist ein ausgesprochen großartiges Ergebnis«, sagte Parteichef Klaus Lederer.

Dresdner Oberbürgermeister bei Papst-Audienz

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) reist auf Einladung von Papst Franziskus nach Rom. In Vatikanstadt werde er am 9. und 10. Dezember zusammen mit anderen europäischen Bürgermeistern über die Situation von Flüchtlingen in den Ländern sprechen, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch in Dresden mit. Am Samstag (10. Dezember) trifft das Kirchenoberhaupt die Konferenzteilnehmer zu einer Audienz. Eingeladen zu den Gesprächen hatte Papst Franziskus gemeinsam mit den Bürgermeistern der Städte Madrid, Paris und Barcelona. Das Treffen steht unter dem Motto: »Europa: Flüchtlinge sind unsere Brüder und Schwestern«. Hilbert werde in einer 15-minütigen Rede die Situation der Flüchtlinge in Dresden darstellen, hieß es.

Chef von Unglücks-Fluggesellschaft LaMia festgenommen

Der Chef der für den Flugzeugabsturz in Kolumbien verantwortlichen Chartergesellschaft LaMia ist festgenommen worden. Zudem wurden im bolivianischen Santa Cruz zwei weitere Angestellte vorläufig festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Zuvor waren Büros in Santa Cruz durchsucht worden. LaMia wird vorgeworfen, zu wenig Treibstoff für den Flug von Santa Cruz in die kolumbianische Stadt Medellín an Bord gehabt zu haben. 71 Menschen starben. Das brasilianische Fußballteam Chapecoense war am 28. November auf dem Weg zum Finalhinspiel um den Südamerika-Cup gegen Atlético Nacional.

Arktis-Eis weiter auf Rekordminimum

Die Eisfläche der Arktis war im November so klein wie nie zuvor in diesem Monat seit Beginn der Satellitenmessungen vor 38 Jahren. Die Ausdehnung betrug 9,08 Millionen Quadratkilometer und war damit fast 2 Millionen Quadratkilometer kleiner als im November-Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Das berichtete das Nationale Schnee- und Eisdatenzentrum (NSIDC) der USA am Dienstag (Ortszeit) in Boulder. Grund für den Negativrekord seien ungewöhnlich hohe Temperaturen über dem arktischen Ozean, hohe Wassertemperaturen und anhaltender Südwind. Der November sei der siebte Monat in diesem Jahr mit einem Minimum-Rekord der Eisfläche.

Amazon-Beschäftigte streiken im Weihnachtgeschäft

Mitten im Weihnachtsgeschäft haben Amazon-Beschäftigte am Mittwoch in Leipzig für höhere Löhne und mehr Weihnachtsgeld gestreikt. Statt der im Versandhandel üblichen rund 1000 Euro Weihnachtsgeld zahle Amazon nur 400 Euro, kritisierte die Gewerkschaft Ver.di. Sie ringt mit Amazon seit mehreren Jahren um die Einführung eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels - bislang ohne Erfolg. Amazon betont im Tarifstreit immer wieder, ein guter Arbeitgeber zu sein und vergleichsweise hohe Löhne zu zahlen. Laut dem Versandhändler erhält ein Mitarbeiter in einem Logistikzentrum nach zwei Jahren - zusammen mit Boni, Aktien und jährlichen Sonderzahlungen - einen durchschnittlichen Monatslohn von 2311 Euro. Insgesamt beschäftigt der Online-Riese in Deutschland über 10.000 Menschen; im Weihnachtsgeschäft wächst die Zahl durch Saisonkräfte auf das Doppelte an. Agenturen/nd

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