Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Bahn und EVG vereinbaren 5,1 Prozent mehr Geld

Einigung in Bahn-Tarifrunde / Warnstreiks vor Weihnachten vom Tisch

Berlin. Die Beschäftigten der Deutschen Bahn bekommen bis Ende 2018 in zwei Schritten gut fünf Prozent mehr Lohn. Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) einigten sich am Montag nach Angaben beider Tarifparteien in Berlin auf einen Tarifvertrag. Damit gibt es keine Warnstreiks vor Weihnachten bei der Bahn.

Ab April gebe es für die 150.00 Beschäftigten des Konzerns zunächst einen Zuschlag von 2,5 Prozent, erklärte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Ab Januar 2018 kommen weitere 2,6 Prozent hinzu. Allerdings können die Beschäftigten wählen, ob sie auf diese Lohnerhöhung verzichten, um pro Woche eine Stunde kürzer zu arbeiten oder jährlich sechs Tage mehr Urlaub zu erhalten.

Der bisherige Tarifvertrag war Ende September ausgelaufen. Als Ausgleich für die Monate bis zur ersten Lohnanhebung erhalten die Beschäftigten demnach eine Einmalzahlung in Höhe von 550 Euro. Die EVG war mit einer Forderung von 4,5 Prozent mehr Geld in die Verhandlungen gegangen. Hinzukommen sollten 2,5 Prozent oder entsprechend mehr Freizeit für das Wahlmodell.

Nach dem Abschluss mit der EVG ist die Tarifrunde bei der Bahn aber noch nicht zu Ende. Am Freitag kommt das Unternehmen zum sechsten Mal mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zusammen. Dabei geht es um das Zugpersonal, das sind rund 35.000 Lokführer, Zugbegleiter und einige andere Mitarbeiter. Die GDL fordert für sie 4,0 Prozent mehr Gehalt und eine besser planbare Freizeit, etwa über andere Schichtrhythmen. Die kleinere GDL gilt als kämpferischer als die EVG. Sie hat der Bahn schon mehrfach die Stirn geboten.

Doch ein Streik ist hier vorerst nicht zu erwarten. Denn das Staatsunternehmen kann eine Schlichtung verlangen, wenn die Verhandlungen scheitern sollten oder wenn die GDL einen Arbeitskampf ankündigt. So haben es beide Seiten im vergangenen Jahr vereinbart. Agenturen/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln