Werbung

Tausende gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Scharfe Kritik und Protest an Sammelabschiebungen / Bundesinnenminister verteidigt sein Vorgehen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

In Berlin haben am vergangenen Wochenende bis zu dreitausend Menschen gegen die anlaufenden Sammelabschiebungen nach Afghanistan demonstriert. Entgegen der Behauptung der Bundesregierung stellten sie klar: »Afghanistan ist geprägt von Krieg und Terror und kein sicheres Herkunftsland. Die Abschiebungen müssen sofort gestoppt werden.«

Tausende demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Am vergangenen Mittwochabend fand eine erste Sammelabschiebung vom Frankfurter Flughafen aus statt. Auch hier kam es zu einer Demonstration und lautstarken Protesten von mehreren hundert Menschen. Abschiebungen nach Afghanistan sind umstritten, weil es in weiten Teilen des Landes Kämpfe zwischen Regierungstruppen und radikalislamischen Taliban gibt

Der Bundesinnenminister verteidigte indes das sein Vorgehen. Die erste Sammelabschiebung sei »richtig, verantwortungsvoll und behutsam« durchgeführt worden, so de Maiziere gegenüber der FAZ. Der Geschäftsführer von PRO ASYL, Günter Burkhardt fand hingegen deutliche Worte für die Pläne der Bundesregierung: »Das ist eine Verbeugung vor Ausländer-raus-Stimmung in Deutschland. Man kippt die Menschen in Kabul ab. Dann interessiert nicht mehr, was mit ihnen in einigen Wochen geschieht«, so Burkhardt gegenüber tagesschau.de.

Im Angesicht der bevorstehenden ersten Sammelabschiebung ausgerechnet in Baden-Württemberg empörte sich Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, diese könnten sich die Grünen »ans Revers heften«. Während deren Geschrei nach Menschenrechten sehr groß sei, wenn es darum gehe, Militäreinsätze zu legitimieren, sei das Leben afghanischer Flüchtlinge offensichtlich zweitrangig. nd mit Agenturen

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen