Elsa Koester 21.12.2016 / Kommentare

Facebook-Wahnsinn: 45 deiner Freunde sind in Sicherheit

Katastrophen-Alarm und die Konstruktion von Besorgnis: Wie der Safety-Check auf den sozialen Medien uns in den Wahnsinn treibt

Bitte nicht, ich habe keine Lust, zu arbeiten. Das war mein erster Gedanke, als die Eilmeldung kam: Ein LKW fuhr in den Berliner Weihnachtsmarkt vor der Gedächtniskirche. Ein Toter. Naja, ein Toter, da muss man nicht gleich einen Newsblog machen. Dann kamen die WhatsApp-Nachrichten. Are you ok? Ca va? Alles ok bei dir?

Ich gebe es auf und schnappe mir das Handy. »‘Der Vorfall am Berliner Weihnachtsmarkt‘: Lieschen Müller fragt, ob es dir gut geht«, steht da auf Facebook. Safety-Check. Informiere deine Freunde. Diese Funktion hat der Socialmedia-Konzern 2014 eingeführt, für Naturkatastrophen, und 2015 bei den verheerenden Erdbeben in Nepal erstmals eingesetzt.

Als es nach dem Anschlägen in Paris vom November 2015 rege Aktivitäten auf Facebook gab, wurde der Safety Check auch für einen Anschlag aktiviert. Nach dem Bombenanschlag in Beirut zur gleichen Zeit oder für den Krieg in Syrien allerdings nicht, was dem Konzern viel Krit...

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