Spaß am Masturbieren

«The Young Pope» erzählt die Geschichte eines wundersamen Reaktionärs auf dem Papst-Stuhl

  • Von Miriam Sachs
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

What have we forgotten?« beginnt der frisch gewählte junge, erste amerikanische Papst seine Antrittsrede, nachdem die Kamera ihn in schlafwandlerischer Sicherheit verfolgt hatte vom Erwachen an, durch apokalyptische Traumfetzen hindurch, ihn nackt vor dem Spiegel sah, beim Schlüpfen ins Papstgewand, seinen Weg machend durch Gänge und Hallen des Vatikans, an Grüppchen von Nonnen, an Würdenträgern vorbei, die wie Schachfiguren den ersten Zug des neuen Papst erwarten - Typen, wie einem Fellini-Film entsprungen. Die Rede, die Lenny Belardo, jetzt Pius XIII. (Jude Law), dann vor den Massen hält, ist vielversprechend. »Vergessen« hatte die Kirche bisher die Menschen, die Liebe, die Freude am Spiel, am Masturbieren, Homosexualität ... - dieser Papst predigt nicht nur Liebe und Sex, er erlaubt auch Abtreibungen und Priesterehen! - Ein Traum, was sonst!

Die wahre Antrittsrede hält Lenny erst am Ende von Folge 2 und outet sich stattdessen a...

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