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Vereitelte und ausgeführte Anschläge

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Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrer Ansprache am Dienstag die Vermutung bestätigt: Der mörderische Angriff auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin am Montagabend war nach derzeitigem Wissen ein Terroranschlag. Die Hintergründe blieben zunächst unklar. Seit langem haben allerdings Islamisten Deutschland im Visier. Allein in diesem Jahr wurden mehrere Anschläge verübt oder vereitelt. Die hier genannten Fälle ließen sich noch ergänzen.

In diesem Monat hat die Staatsanwaltschaft Köln Anklage gegen einen 16 Jahre alten syrischen Kriegsflüchtling erhoben. Der im September festgenommene Jugendliche soll einen Anschlag geplant haben. Er soll von einem Chatpartner im Ausland mit Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Anleitungen zum Bombenbau erhalten haben.

Ein Zwölfjähriger steht zudem im Verdacht, einen Anschlagsversuch auf einen Weihnachtsmarkt in Ludwigshafen verübt zu haben. Der Junge hatte möglicherweise Kontakt zu radikalen Islamisten. Er soll laut dem Magazin »Focus« zunächst am 26. November versucht haben, ein mit Sprengpulver gefülltes Konservenglas auf dem Weihnachtsmarkt zu zünden. Am 5. Dezember soll er es dann in einer Tasche in einem Gebüsch nahe dem Rathaus deponiert haben, wo es entdeckt wurde. Die Bundesanwaltschaft ermittelt.

Im Oktober erhob die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen seit März in Untersuchungshaft sitzenden 19-jährigen Syrer. Er soll Anschlagsziele für den IS in Berlin ausgekundschaftet haben. Zudem wurde in dem Monat der Syrer Dschaber al-Bakr in Sachsen festgenommen. Er soll einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen geplant haben. Der 22-Jährige erhängte sich in seiner Zelle.

Im bayerischen Ansbach sprengte sich im Juli ein 27-Jähriger auf einem Platz vor einem Musikfestival in die Luft, 15 Menschen wurden verletzt. Der syrische Flüchtling stand nach einer mehrfach verlängerten Duldung kurz vor einer Abschiebung nach Bulgarien. Er war oft in psychiatrischer Behandlung. Der IS beansprucht den Anschlag für sich.

Ebenfalls im Sommer ging ein 17-Jähriger, mit Axt und Messer bewaffnet, in einer Regionalbahn bei Würzburg auf Fahrgäste los. Fünf Menschen wurden dabei verletzt. Polizisten erschossen den Attentäter, der sich in einem Video als Kämpfer des IS bezeichnete. Er kam als Flüchtling nach Deutschland und gab sich als Afghane aus.

Nach einer indischen Hochzeit verübten zwei junge mutmaßliche Salafisten aus Gelsenkirchen im April einen Bombenanschlag auf ein Gebetshaus der Sikhs in Essen. Drei Menschen wurden verletzt. Der Prozess gegen die beiden Verdächtigen und einen Komplizen begann im Dezember in Essen. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen unter anderem versuchten Mord vor.

Zu Jahresbeginn verletzte eine 15 Jahre alte Deutsch-Marokkanerin bei einer Kontrolle am Hauptbahnhof Hannover einen Bundespolizisten lebensgefährlich mit einem Messer. Laut Bundesanwaltschaft war diese Attacke eine »Märtyreroperation« für den IS. Seit Oktober muss sich das Mädchen nun vor dem Oberlandesgericht in Celle für die Tat verantworten. dpa/nd

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