Gutachter gegen Ölsuche im Wattenmeer

Kieler Minister: DEA-Anträge ohne Aussicht auf Erfolg

  • Von Dieter Hanisch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Naturschutzrecht kontra Bergrecht - was wiegt mehr? Zu dieser Frage legte der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne) jetzt ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten vor. Demnach sollen dem Konzern Deutsche Erdöl AG (DEA) beantragte Erkundungsbohrungen im Nationalpark Wattenmeer verwehrt bleiben. Das letzte Wort darüber hat nun das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld, das für die Nord-Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen zuständig ist.

Noch im November hatte insbesondere die Piratenfraktion im schleswig-holsteinischen Landtag dem Umweltminister vorgeworfen, er wolle das Thema bis nach der Landtagswahl im Mai 2017 aussitzen. Jetzt hat Habeck mit der neuen Expertise ein stärkeres Druckmittel, das Bergbauamt zu überzeugen. An drei Stellen im schleswig-holsteinischen Teil des Weltkulturerbes Wattenmeer will DEA Vorbohrungen durchführen, dazu westlich von Cux...


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