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Die Hauptstadt bleibt locker

Auch Großveranstaltungen sollen weiter stattfinden

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Nach dem Anschlag in Berlin ist der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) bemüht, die Bevölkerung zu beruhigen. »Man muss keine Angst haben. Das wäre ja jetzt fatal, wenn man sich zu Hause einschließt und nicht mehr rausgeht«, sagte er am Mittwochvormittag im ZDF-»Morgenmagazin«. Dafür gebe es auch keinen Anlass. »Es ist richtig, dass wir auch darauf aufmerksam machen, dass wir eine angespannte Situation haben, dass man wachsam sein sollte.« Die Polizeipräsenz sei an »entsprechenden Punkten« deutlich erhöht worden. Außerdem seien Maßnahmen getroffen worden, um den Täter schnell zu finden. Man könne sich weiterhin gut bewegen in Berlin.

Nach einem Tag Pause haben am Mittwoch in Berlin die Weihnachtsmärkte wieder geöffnet. Am Weihnachtsmarkt neben dem Einkaufszentrum Alexa beispielsweise versperrten die Schausteller mit eigenen Lkws die Zufahrten. Eine Ausnahme bildet der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, der am Montagabend Schauplatz des Anschlags war. Der Markt am Breitscheidplatz sei immer noch abgesperrt und solle voraussichtlich am Donnerstag wieder öffnen, sagte eine Sprecherin des Betreibers. Insgesamt gibt es in Berlin rund 60 Weihnachtsmärkte, einige davon sind nur zeitweise an bestimmten Wochentagen oder Adventswochenenden geöffnet. Aus Respekt vor den Opfern waren die Weihnachtsmärkte in der Hauptstadt am Dienstag nahezu komplett geschlossen geblieben.

Am Mittwoch um 10 Uhr öffnete auch wieder der Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz. Dort finden Gäste rund 70 Stände sowie eine Rodelbahn und Eisstockschießen. Im Laufe des Tages wurden dort am Fahrbahnrand Betonpoller platziert, die ein Szenario wie am Breitscheidplatz verhindern sollen.

Auch das Bundesliga-Heimspiel von Hertha BSC gegen Darmstadt 98 im Olympiastadion sollte an diesem Mittwochabend - nach Redaktionsschluss - wie geplant stattfinden. »Dass unser Spiel stattfindet, ist das richtige Zeichen. Das Leben muss weitergehen - das ist Fakt. Wir dürfen uns keine Angst machen lassen«, sagte Hertha-Stürmer Vedad Ibisevic. Die beiden Clubs wollten das Spiel mit Trauerflor bestreiten. Vor dem Anpfiff um 20 Uhr sollte es wie in den anderen Bundesliga-Stadien eine Gedenkminute für die Opfer geben. Fans wurden aufgefordert, keine großen Taschen mitzunehmen.

Ebenfalls soll das traditionelle Weihnachtssingen beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin am 23. Dezember stattfinden. »Inwieweit die Polizei verstärkte Maßnahmen ergreift, können wir noch nicht sagen. Da befinden wir uns noch in Gesprächen«, sagte Union-Sprecherin Petra Mattuscheck. Die Sicherheitslage sei beim Weihnachtssingen nicht anders als bei einem Fußballspiel. »Die Lage hat sich vorerst nicht geändert. Es gab auch vorher schon eine Art von Bedrohung«, sagte Mattuscheck. Noch offen ist, in welcher Form der Opfer des Anschlags beim Weihnachtssingen gedacht werden soll. Die Veranstaltung in der Alten Försterei ist mit 28 500 Teilnehmern seit Wochen ausverkauft. Seit 13 Jahren singen die Union-Anhänger Weihnachtslieder.

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