Eine Investition in die Zukunft

Die aufwendige Überholung des Hochofens 5A versteht man in Eisenhüttenstadt als Signal

  • Von Henry-Martin Klemt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

An der Spitze des Hochofens 5A reckt sich, von Raureif bedeckt, ein Weihnachtsbaum. Mit seinen Lichtern ist er abends besser zu sehen. »Dann wissen die Eisenhüttenstädter, dass der Hochofen läuft«, sagt Jörg Hunger, Leiter des Roheisenwerkes bei ArcelorMittal. Seit dem Jahr 2000 gibt es diese Tradition, in der Adventszeit den Weihnachtsbaum dort aufzustellen. In diesem Jahr waren die Stahlwerker spät dran - aus gutem Grund. 5A wurde am 19. Dezember wieder angeblasen. In den 72 Tagen zuvor war die Anlage von Grund auf instand gesetzt worden. »Wir hatten ein ehrgeiziges Ziel und haben es erreicht.« Eine Investition von 40 Millionen Euro in die Zukunft: »Jetzt läuft 5A wieder 15 bis 20 Jahre«, so Hunger. 5000 Tonnen Roheisen liefert der Ofen täglich.

»Die Neuzustellung des Hochofens verändert nicht den Stahlmarkt Europas«, das weiß auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD). Aber es sei ein wichtiges Bekenntnis von Arcelor...


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