Werbung

Nachrichten-TÜV statt Abwehrstelle

Fabian Lambeck will umstrittene Meldungen lieber unabhängig prüfen lassen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Lange Zeit konnten Regierungen relativ gut kontrollieren, was über die Medienkanäle im eigenen Land verbreitet wurde. Das Internet entzieht sich aber der Kontrolle durch den Nationalstaat und dessen Institutionen. Das stellt die Mächtigen vor ganz neue Herausforderungen. Unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt verbreiten sich Informationen sehr schnell in den sozialen Medien. Hinter einigen dieser Internet-Meme könnten auch ausländische Dienste stecken. Schließlich bedient sich auch der Westen solcher Techniken. Dass das nicht unproblematisch ist, zeigt der Fall eines angeblich von »Südländern« entführten Mädchens in Berlin, das in der Community der Russlanddeutschen für Unruhe sorgte und fremdenfeindliche Ressentiments schürte. Angeheizt wurde die Stimmung zusätzlich durch russische Medien.

Das Bundesinnenministerium will nun eine beim Kanzleramt angesiedelte Abwehrstelle für Falschmeldungen schaffen. Der Vorschlag offenbart das instrumentelle Verhältnis, das die Politik zu Medien pflegt. Ob man so wirksam gegen Fake-News vorgehen kann, darf bezweifelt werden. Was es stattdessen bräuchte, wäre eine unabhängige Schiedsstelle, also ein News-TÜV, als gemeinsame Plattform für Journalisten, Blogger und Vertreter der Zivilgesellschaft, um so im Zweifelsfall Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt abzuklopfen - auch die von etablierten Medien.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen