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Schöne Bescherung: 50 000 räumen Wohnung

In Augsburg ist am ersten Weihnachtsfeiertag eine Massenevakuierung geplant - wegen einer riesigen Fliegerbombe

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Augsburg. Rund 50 000 Einwohner des Augsburger Stadtteils Jakobervorstadt müssen sich auf ein unruhiges Weihnachtsfest einstellen. Nach dem Fund einer riesigen Fliegerbombe soll der Sprengkörper ausgerechnet am Sonntag, dem ersten Weihnachtsfeiertag, entschärft werden, wie die Stadt mitteilte. Die Entschärfung macht eine großräumige Evakuierung nötig. Dazu müssen ab 8 Uhr morgens Bereich der Innenstadt geräumt werden. Die Schutzzone umfasst weite Teile des Zentrum in einem Radius von rund 1500 Metern um die Fundstelle.

Die Bombe war bei Bauarbeiten in der Jakobervorstadt, einem historischen Stadtteil im Osten Augsburgs, gefunden worden. Die Fliegerbombe britischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg ist mit 3,8 Tonnen sehr groß. Es handele sich um die größte Fliegerbombe, die in der Nachkriegszeit im Stadtgebiet von Augsburg gefunden wurde, hieß es. Die meisten Fliegerbomben haben 250 oder 500 Kilo. Die Stadt bittet alle betroffenen Bürger, während der Evakuierung bei ihren Familien und Freunden außerhalb der Schutzzone unterzukommen. Ab 8 Uhr sollen zudem Notunterkünfte in der Messe, in Turnhallen und Schulen bereitstehen. Bis 10 Uhr muss die Schutzzone verlassen sein.

Dass die Entschärfung am ersten Weihnachtstag erfolgen soll, hat mehrere Gründe. Zum einen erfordere der relativ hohe Organisationsaufwand der Evakuierung einige Tage Vorlauf, hieß es. Auch wäre die Evakuierung an einem Werktag ungleich schwieriger, da auch Arbeits- und Geschäftsbetrieb beeinträchtigt wären. dpa/nd

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