Werbung

Streit um Videoüberwachung

Der SPD-Innenexperte Tom Schreiber will mehr Kameras in der Stadt

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Im Gegensatz zur Linie des rot-rot-grünen Senats hat sich der Berliner SPD-Abgeordnete und Innenexperte Tom Schreiber für eine Ausweitung der Videoüberwachung ausgesprochen. Im Koalitionsvertrag habe man verabredet, die Sicherheit in Berlin zu erhöhen. »Für mich gehört dazu auch mehr Videoüberwachung«, sagte Schreiber der »Bild«.

Beim Lkw-Anschlag auf dem Breitscheidplatz sei man auf zufällige Aufnahmen von Augenzeugen angewiesen gewesen. »Es geht nicht darum, flächendeckend Kameras zu installieren«, betonte Schreiber. Sondern sie sollten da stehen, wo Kriminalität eine große Rolle spiele.

Trotz des Anschlags soll es bisher aus Sicht des Senats keine Ausweitung der Videoüberwachung in der Hauptstadt geben. Dies hatte erst vor zwei Tagen Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) bekräftigt und damit Innensenator Andreas Geisel (SPD) unterstützt.

Auch die FDP ist gegen eine Ausweitung der Videoüberwachung als Reaktion auf den Terroranschlag in Berlin. »Alle empirischen Daten belegen, dass das ein Irrweg und ein Placebo ist«, sagte der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Marcel Luthe, am Freitag vor einer Sitzung des Innenausschusses der dpa. Er verwies auf Studien aus London oder auch der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), wonach mehr Videoüberwachung weder präventiv wirke, also entschlossene oder alkoholisierte Täter abschrecke, noch in nennenswertem Umfang zur Aufklärung von Straftaten beitrage. Mit dpa

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!