Werbung

Frohe Botschaft

Üppige Zuwendungen für deutsche Parteien Spenden für Flüchtlinge brechen ein

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Weihnachten ist die Zeit der frohen Botschaft. Doch selbst was die dafür sinnbildlichen Geschenke am Heiligabend angeht, zeigt sich, dass der Gleichheitsgrundsatz nicht einmal ansatzweise das Bestreben der himmlischen Verantwortlichen ist. Und im Handeln der Menschen findet dies seine Parallelen. Abgesehen von Arm und Reich - in der Debatte über die Flüchtlinge nahm der Eigennutz eine dominantere Rolle ein als noch im letzten Jahr. Und im Spendenverhalten lässt er sich auch ablesen. Die Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft, Manuela Roßbach, berichtet im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP über einen Spendeneinbruch, ohne ihn selbst so zu nennen. Knapp zwei Millionen Euro erhielt der Zusammenschluss mehrerer deutscher Hilfsorganisationen an Spenden für Flüchtlinge weltweit in diesem Jahr - 2015 waren es noch 15 Millionen Euro gewesen. Die Spenden für die Flüchtlingshilfe in Deutschland gingen demnach von 3,6 Millionen Euro im Jahr 2015 auf etwa 600 000 Euro zurück. Die humanitäre Hilfe sei »kontinuierlich unterversorgt«, sagt Roßbach.

Das trifft für die Parteien in Deutschland nicht zu. Bisher sind zwar nur die Großspenden des Jahres erkennbar, also die über 50 000 Euro, weil sie sofort veröffentlicht werden müssen. Danach hat die CDU aus zehn Spenden 925 000 Euro eingenommen. Auf Platz zwei liegen die Grünen mit knapp 710 000 Euro. Unter den Geldgebern befinden sich Industrieverbände, Unternehmen und Einzelpersonen. So erhielt die CSU 350 000 Euro vom Verband der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Der FDP wurden zwei Spenden von zusammen 310 000 Euro zuteil, die SPD erhielt 250 000 Euro. Die LINKE lehnt Spenden ab und erhielt auch keine. 170 000 Euro gingen jedoch an die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands. uka

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen