Damit Althengstett nicht vergisst

Lange war es mit der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit gerade im Südwesten nicht gut bestellt, doch das ändert sich - auch in mancher kleinen Landgemeinde

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Über sieben Jahrzehnte nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus kommt auch im Südwesten der Republik die Aufarbeitung bisher verdrängter lokaler Ereignisse in den Jahren 1933-45 voran. So gehörte in der Gemeinde Althengstett unweit von Stuttgart ein neues Heimatbuch zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken geschichtsbewusster Einwohner. Die von der Gemeindeverwaltung in Auftrag gegebene, knapp 250 Seiten umfassende Arbeit des Historikers Christoph Bittel befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Thema »NS-Diktatur, Krieg und demokratischer Neubeginn« in Althengstett und den inzwischen eingemeindeten Nachbarorten Neuhengstett und Ottenbronn. Der Autor stützt sich auch auf Aussagen von Zeitzeugen und gründliche Recherchen engagierter Bürger.

Ein Hauptanliegen der Publikation sei es, »Personen zu ehren, die in Zeiten der Unmenschlichkeit Menschlichkeit gezeigt haben«, so der parteilose Althengstetter Bürgermeister Clemens Götz, der vor Ort als ...


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