Impfbus gegen Medizinermangel

Ein Team aus Ärzten und Krankenschwestern der Charité besucht Flüchtlingsunterkünfte

  • Von Marina Mai
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Abdelkadar, ein Jugendlicher aus Somalia, weiß noch nicht, ob er sich wirklich impfen lassen soll. Für Fadi aus Syrien hingegen, der neben ihm steht, ist das keine Frage. »Impfen ist gesund«, sagt der 14-Jährige in gut verständlichem Deutsch. Und »gesund« sei das nicht nur für ihn selbst, sondern auch für seine drei jüngeren Geschwister, die gemeinsam mit ihm vor dem Impfbus der Charité warten. »Als großer Bruder muss ich vorangehen, damit die Kleinen keine Angst haben«, sagt Fadi.

Seit 10 Uhr steht der Impfbus vor einer Notunterkunft für Flüchtlinge in Reinickendorf. 91 Flüchtlinge wohnen hier, und die meisten nehmen das Angebot der Charité wahr, ihren Impfstatus auffrischen zu lassen. Praktisch, dass der Impfbus in den Weihnachtsferien kommt. Da versäumen Abdelkadar und Fadi nicht die Schule.

Vor Weihnachten fragte die Heimleitung, welche Bewohner schon Impfausweise haben und hat Kopien von ihnen an die Charité gefaxt. »Dadurch wussten...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.