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Luftqualität in Sachsen-Anhalt hat sich verbessert

Feinstaub-Belastung sank auch wetterbedingt: 2016 waren sogenannte Inversions-Lagen seltener als in den Jahren zuvor

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Magdeburg. Weniger Feinstaub in Sachsen-Anhalt: Die Luftqualität in den Städten hat sich weiter verbessert. Im vergangenen Jahr wurde an allen 23 Messstellen die zulässige Höchstzahl an Grenzwert-Überschreitungen eingehalten, wie das Landesamt für Umweltschutz (LAU) mitteilte. Mehr Probleme gab es bei der Belastung mit Stickstoffdioxid. Zwar meldete das LAU auch hier eine rückläufige Tendenz, an einer Messstation in Halle wurde aber erneut der zulässige Jahresgrenzwert überschritten. Die Station an der Paracelsusstraße war auch beim Feinstaub am häufigsten betroffen. Der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde 2016 an 26 Tagen übertroffen, vier weniger als 2015. Auch an anderen Orten sank die Belastung mit den winzigen Partikeln. So wurden in Halberstadt 13 Überschreitungen gezählt, in Magdeburg und Wittenberg je acht. Maximal 35 Überschreitungen sind erlaubt.

Feinstaub gefährdet die Gesundheit, weil die kleinen Teilchen durch Nase und Luftröhre in den Körper gelangen. Dort können sie zu Entzündungen, im extremen Fall bis zum Herzinfarkt oder Lungenkrebs führen. Als eine Hauptursache gilt der Straßenverkehr.

LAU-Präsident Christian Ehrlich machte für die gesunkene Belastung durch Feinstaub auch das Wetter verantwortlich. Sogenannte Inversions-Wetterlagen habe es im vergangenen Jahr seltener gegeben. Bei solch stabilem Hochdruckwetter und wenig Wind könne die Feinstaub-Konzentration besonders groß sein. Zur besseren Luftqualität haben Ehrlich zufolge aber auch Umweltzonen und technische Verbesserungen bei Verkehr und Industrie beigetragen.

Besonders hoch ist die Feinstaubbelastung traditionell durch das Feuerwerk zum Jahreswechsel. In der Jahresbilanz des LAU sind noch die Werte der Silvesterfeier 2015/2016 enthalten. Es gibt aber auch bereits Messwerte für den aktuellen Jahreswechsel: Demnach lag die Partikel-Konzentration an acht Messstationen im Land über dem erlaubten Grenzwert von 50 Mikrogramm.

Es traten Spitzenkonzentrationen von bis zu 795 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als Stundenmittelwert auf. Erhöhte Werte gab es etwa in Aschersleben, Halle, Wittenberg, Bernburg und Dessau. Laut Ehrlich sind das deutlich mehr als im Vorjahr. Grund sei aber auch hier eher das Wetter. dpa/nd

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