Museum muss NS-nahe Bilder zeigen

Niedersächsische Behörde unterliegt vor Gericht

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Scharniere des Karfreitags-Altars im evangelischen Kloster Mariensee, 30 Kilometer nordwestlich von Hannover gelegen, hat der Künstler Erich Klahn 1938 als Hakenkreuze gebildet. In abgerundeter Form, so wie das Symbol der Naziherrschaft auch von den »Deutschen Christen« verwendet wurde, einer rassistisch-antisemitischen Strömung in der evangelischen Kirche. Auch die germanische Hagal-Rune, während der NS-Zeit Wappen der 6. SS-Gebirgsdivision und auch heute noch von rechtsextremistischen Organisationen verwendet, ist erkennbar in Klahns Altar.

Seit 2014 ist er der Öffentlichkeit verborgen - seit die Nähe Klahns zum Nationalsozialismus deutlich offenbar wurde. Bald aber werden die Hakenkreuze neben dem gekreuzigten Jesus wohl wieder zu sehen sein - und weitere Werke des 1978 im Alter von 77 Jahren verstorbenen Malers, denn: Die Entscheidung der Klosterkammer Hannover, Bilder des ehemaligen NSDAP-Mitglieds nicht mehr zu zeigen, ist nac...


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