Ein Teppich aus Eiern im Sand

Plastikspielzeug auf Langeoog angeschwemmt

Langeoog. Hunderttausende bunte Überraschungseier sind an den Strand der ostfriesischen Insel Langeoog gespült worden. Seit Mittwoch wurden die Eierkapseln aus Plastik an Land geschwemmt, wo sie sich kilometerweit über den Sandstrand verteilten, wie die Polizei in Aurich am Donnerstag mitteilte. Die angespülten Ü-Eier enthalten kleine Spielzeuge, waren aber ohne Schokoladenüberzug. Da die Insel wegen der Schulferien noch gut von Touristen besucht ist, waren viele Erwachsene und Kinder am Strand unterwegs, um Spielzeugeier zu sammeln - statt wie sonst üblich Muscheln.

Zunächst hätten Touristen und Insulaner »für den Eigenbedarf« gesammelt, sagte Thomas Pree Marketingleiter des Tourismusservice Langeoog. Schließlich hätten sie aber alles fleißig in große Säcken gesammelt, die die Inselverwaltung bereitstellte. »Das ist nicht mehr lustig, sondern eine große Umweltbelastung und höchst schädlich für Tiere«, sagte Bürgermeister Uwe Garrels.

Bis zum Donnerstagnachmittag seien bereits »hunderte von Säcken randvoll gewesen«, betonte Pree. Ein großer Teil des etwa drei Kilometer langen betroffenen Strandabschnitts sei bereits »sauber«. Teilweise lägen die Eier aber noch »wie ein Teppich« im Sand. Pree zufolge wurden längst nicht nur Überraschungseier angeschwemmt, sondern auch massenweise Legoteile sowie Star-Wars-Figuren, Fahrradteile und Netzwerkstecker. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Wilhelmshaven stammen die bunten Eier wahrscheinlich aus einem Container, der am Mittwoch bei Sturm über Bord eines Schiffs ging. »Wir wissen von einem Schiff, das fünf Container verloren hat«, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Die genaue Herkunft der Eier werde noch geprüft.

Am Strand von Langeoog liegen seit einigen Tagen bereits drei große Container mit Holz, die bei einem früheren Sturm angeschwemmt wurden. AFP/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung