»Das ist kein Kindergeburtstag«

An der Ostseeküste tobte die stärkste Sturmflut seit 2006

  • Von Wolfgang Schmidt und
Iris Leithold, Usedom
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Imbiss von Petra Hofmann sieht aus, als habe ein wütender Riese damit gespielt. Eine Wand ist weggerissen, das Haus am Steilhang von Usedom steht teilweise in der Luft. »Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll«, sagt sie fassungslos am Donnerstag nach der heftigen Sturmflut, die ihr Leben veränderte. »Meine Existenz ist weg.« Seither ist die Gaststätte im Ferienort Zempin eine Ruine. Die Terrasse und das halbe Gebäude sind Beute der Naturgewalt geworden, die Küchenzeile und ein Herd stehen am Abgrund.

Eine verhängnisvolle Kombination ist es, die zur schwersten Sturmflut an der Ostsee seit 2006 führt: Zum einen wütet das Tief »Axel«, zum anderen führt die Ostsee mehr Wasser als sonst, weil Westwinde große Massen aus der Nordsee hineingedrückt haben. Man kann vermutlich von Glück reden, dass in der Sturmnacht kein Mensch zu Schaden kommt.

Das Wasser steigt schneller und höher als erwartet, zum Beispiel in Lübeck: Die Trave rauscht mit ...

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