Gegen mehr Kameras

Andreas Büttner und Francesco Pillinini halten Videoüberwachung für kein wirksames Mittel bei der Terrorbekämpfung.

  • Von Andreas Büttner und Francesco Pillinini
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Mehrere schwere Gewalttaten erschütterten in den vergangenen Wochen die Hauptstadt: Der Anschlag auf dem Breitscheidplatz, der 12 Menschen das Leben kostete, aber auch der Tritt eines Täters in den Rücken einer völlig unbeteiligten Frau, die daraufhin die Treppe in einem U-Bahnhof herunterstürzte und der versuchte Mord an einem Obdachlosen, bei dem sieben Täter versuchten, diesem Menschen anzuzünden. Diese Taten haben uns sprachlos und fassungslos gemacht und wir haben gehofft, dass die Debatte in Medien und Politik, wie solche Gewalttaten künftig verhindert werden können, von Sachlichkeit und Fachlichkeit geprägt ist. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Einige scheinen ihre Sprachlosigkeit jedoch durch Empathielosigkeit zu ersetzen. Insbesondere Politiker der konservativen und rechten Parteien sind der Auffassung, man müsse jetzt um jeden Preis die Eingriffsbefugnisse der Polizei erweitern und die Videoüberwachung des öffentlichen ...


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