Die Karotte im Kapitalismus

Linkssein funktioniert nicht ohne Euphorie - also leider auch nicht ohne Depression?

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Es gibt Sätze von einer geradlinigen Wucht, dass man sich selber fast neiderfüllt erlebt - angesichts eines so großen Reichtums an Rechtfertigung. Katja Kipping von der Linkspartei sagte kürzlich über die EU: »Die Hüter des Kapitals setzen auf das neoliberale Triple A: Angst, Abschottung, Aufrüstung. Dem gilt es, eine europäische Demokratie der sozialen Gerechtigkeit, der Nachhaltigkeit und des Friedens entgegenzuschmettern (...) Eine europäische Linke auf der Höhe der Zeit macht ein Europa für alle anders: von unten, internationalistisch, entschlossen und solidarisch!«

Ein Ton, der frappiert. Entgegenschmettern! Ein Europa für alle (alle!) anders! Bei solch forschen Vokabular spüre ich Politik als Wunschmaschine; ich ahne bei den Absendern solcher Unbedingtheiten ein Verhältnis zur Wirklichkeit, das aus der Wahrnehmung unerträglicher Zustände zur Fiktionalisierung neigt. Denn wo schmettert eine Linke gegenwärtig oder absehbar wem...

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