Christian Selz, Kapstadt 07.01.2017 / Politik

Herero und Nama verklagen Deutschland wegen Völkermordes

Opfervertreter fordern Entschädigung für Genozid und Beteiligung an deutsch-namibischen Verhandlungen

Vertreter der Volksgruppen der Nama und Herero haben am Donnerstag (Ortszeit) in New York eine Sammelklage wegen des Genozids der kaiserlichen Kolonialtruppen im heutigen Namibia eingereicht. Zwischen 1904 und 1908 hatte die deutsche »Schutztruppe« im damaligen Deutsch-Südwestafrika einen Vernichtungskrieg gegen die Nama und die Herero geführt. Bis zu 100 000 Menschen wurden getötet, erstmals ermordeten Deutsche ihre Opfer dabei auch in Konzentrationslagern. Die Nachfahren fordern nun Reparationen - und eine Beteiligung an den seit mehr als vier Jahren laufenden Verhandlungen zwischen Namibia und der Bundesrepublik.

»Innerhalb der deutschen Grenze wird jeder Herero mit oder ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber und Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volke zurück oder lasse auf sie schießen«, hatte der deutsche Gouverneur und »Schutztruppen«-Oberfe...

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