Einigkeit macht langweilig

Die vier Anwärter auf eine Spitzenkandidatur der Grünen haben sich in Berlin den Mitgliedern vorgestellt

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Cem Özdemir schaut nachdenklich in die Kameras, die auf ihn gerichtet sind. »Ich vermute, dass die Medien wieder schreiben werden, dass wir uns zu einig waren«, raunt der Parteivorsitzende der Grünen. Zu diesem Zeitpunkt haben sich Özdemir und die drei weiteren Anwärter für das Bundestags-Spitzenkandidatenduo, Robert Habeck, Anton Hofreiter und Katrin Göring-Eckardt, eine halbe Stunde in der Berliner Kalkscheune der Parteibasis präsentiert. Bis dahin und auch im weiteren Verlauf der Veranstaltung am Samstagnachmittag tun sie nicht viel, um Özdemirs These zu widerlegen. Vor allem betonen sie alle, dass angesichts der Bedrohungslage durch Terroristen mehr Polizisten und eine bessere Ausrüstung der Beamten notwendig seien. Auch etwas mehr Videoüberwachung dürfte mit den Grünen trotz des Selbstverständnisses als Bürgerrechtspartei problemlos drin sein.

Kurz wird Widerspruch angedeutet, als etwa der schleswig-holsteinische Umweltminister Ro...


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