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Operation Tote Stadt in Algeriens Kabylei

Algier und Berberregionen erlebten nach Sparmaßnahmen zu Jahresbeginn eine Welle sozialer Proteste

  • Von Bernard Schmid
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Imame, die Vorbeter der Moscheen, waren am Freitag gehalten, sich für «Stabilität und Sicherheit» im Lande auszusprechen und gegen eine «Fitna» Stellung zu beziehen. Unter diesem arabischen Begriff wird traditionell ein Zwist, ein «Bruderstreit» unter gläubigen Muslimen verstanden, er ist negativ besetzt.

Ein Rundschreiben des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten und Stiftungen« war an alle vom Staat anerkannten Vorbeter in den Moscheen gegangen. Es gab diese offizielle Sprachregelung aus. Dass die Regierung solcherart in die Predigten eingriff, hatte einen Grund, der zuvor in Kabinettskreisen für Beunruhigung sorgte.

Vor allem das Bergland der Kabylei, das östlich der Hauptstadt Algier liegt und bereits 1980 und 2001 massive Unruhen erlebte, bei denen es damals um kulturelle Freiheiten für die dort lebende Berberbevölkerung ging, geriet in der Woche dieses Jahres in Bewegung. Dieses Mal ging es jedoch weit eher um soziale For...


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