Brandenburg in Afrika

Rainald Grebe geht mit seinem »Elfenbeinkonzert« auf Solo-Tour und gastiert diese Woche bei den »Wühlmäusen«

  • Von Antje Rößler
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wie in einem »nordkoreanischen Beton-Tipi« kommt er sich vor. Rainald Grebe, der gerade durch die ostdeutsche Provinz tourt, ist in Neubrandenburg gelandet. In der Stadthalle, deren Inneneinrichtung sich seit der Wende nicht wesentlich verändert hat. Hoffentlich bekommt der Kabarettist mit, dass hier die Einlasser den Charme von DDR-Grenzsoldaten haben. Und dass es am Pausenimbiss nur die Auswahl zwischen Bockwurst und Schokoriegel gibt. Dann hätte er gleich eine neue Nummer.

Grebe hat sich mit schlabbriger Jogginghose und ausgebeultem Jackett der Provinz-Kleiderordnung angepasst, um das »Elfenbeinkonzert« zum Besten zu geben. Sein erstes Solo-Programm seit vier Jahren ist inspiriert von einer besonderen Erfahrung: Der Künstler wurde vom Goethe-Institut nach Abidjan, an die Elfenbeinküste, eingeladen. Dort sollte er Deutschstudenten »unser« Liedgut und die deutsche Kultur vermitteln.

Auf einer Skype-Aufnahme sieht man, wie die jungen A...


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