11.01.2017

Warnung vor Schwindlern

Rauchwarnmelder

In letzter Zeit gibt es immer wieder Berichte von vermeintlichen Kontrolleuren, die angeblich im Auftrag des Ordnungsamtes die Rauchmelder kontrollieren. Eine solche Prüfung wird durch die zuständigen Behörden in aller Regel nicht durchgeführt, warnt Haus & Grund Rheinland. Mit der Behauptung, die Rauchmelder prüfen zu wollen, versuchen sich vielmehr Trickbetrüger Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Man sollte sie auf keinen Fall herein lassen.

Verschiedentlich bieten derzeit Firmen die Installation von Rauchwarnmeldern an und verweisen darauf, diese müsse durch einen Fachmann erfolgen. Das ist Unsinn. Diese Leute wollen damit nur Geld machen, warnt Prof. Dr. Peter Rasche, Vorsitzender von Haus & Grund Rheinland. Jeder Eigentümer darf die Rauchmelder selbst anbringen, wenn er will.

Bei der Ausrüstung von Wohnungen genügt grundsätzlich ein Rauchmelder pro Raum für die Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure, die als Rettungswege von Aufenthaltsräumen dienen. Nur in sehr verwinkelten Räumen oder bei einer Fläche von mehr als 60 Quadratmetern sind weitere Melder nötig. Das gilt auch für sehr lange Flure. Küchen, Bäder und Keller benötigen dagegen keine Rauchmelder.

Die Rauchwarnmelder sind so anzubringen, dass der Brandrauch das Gerät ungehindert erreichen kann: mittig im Raum an der Decke und mindestens 50 cm Abstand von Wand, Unterzug oder Einrichtungsgegenständen. An Dachschrägen sollte der Abstand vom höchsten Punkt 50 Zentimeter betragen.

Die Geräte können mit Schrauben oder einem Klebepad befestigt werden. Die wichtigsten Fragen beantwortet Haus & Grund in einem kostenlosen Infoblatt. nd

www.hausundgrund-rheinland.de/fileadmin/root/media/downloads/InfoBlattRauchwarnmelderpflicht.pdf

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken