Irmtraud Gutschke 12.01.2017 / Kultur

Kakerlaken! Barrikaden!

Boris Schumatsky: «Die Trotzigen»

Willkommen in der Postmoderne« heißt es an einer Stelle des Buches. »Ohne die Philosophie der Postmoderne würde ich wohl noch in Russland leben«, schrieb Boris Schumatsky, geboren 1965 in Moskau, vor einiger Zeit in der »Neuen Zürcher Zeitung« unter dem Titel »Die Krise der Wahrheit«. Doch glücklicherweise habe »das poststrukturalistische Denken alle, die es wollten, aus den Fesseln nationaler Identitäten oder fixer Geschlechterrollen erlöst«.

Auflösung von Identitäten, davon handelt der Roman. Es mag mitunter so scheinen, als ob niemand mehr irgendetwas ernst nimmt, zumal die Jüngeren nicht. Sie schlängeln sich irgendwie durchs Leben, aber was sollten sie denn tun? Ihre Eltern hatten noch Überzeugungen von dem, was gut und richtig ist. Und immer mal wieder tauchen im Buch entschlossene ältere Frauen auf, die nicht wahrhaben wollen, dass ihre Erfahrungen der Kinder- und Enkelgeneration kaum mehr was nützen. Denn die haben immerhin scho...

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