Tobias Riegel 12.01.2017 / Kultur

Die erschöpften Staaten von Amerika

Im Kino: »Hell Or High Water« von David Mackenzie ist Neo-Western, Überfall-Thriller und Sozialdrama in einem

Toby (Chris Pine) will seine Familie mit Köpfchen und krimineller Energie aus der Armut befreien.

In meiner Familie wurde die Armut wie eine Krankheit weitervererbt, als steckte sie in den Genen. Ich unterbreche diese Kette.» Diese Erklärung eines jungen Bankräubers fällt erst spät in David Mackenzies stimmungsvollem und engagiertem Neo-Western «Hell Or High Water». Zunächst sieht man ein raubendes Brüderpaar bei einem unbeholfenen, aber nicht gerade zimperlichen Überfall, und am Anfang des Films könnte man noch denken, hier ginge es um hirn- und morallose Adrenalinjunkies. Die Vielschichtigkeit der Geschichte entfaltet sich langsam. Und am Ende spürt man tatsächlich Sympathien für die beiden Mörder und Räuber.

Hier ist etwas Hintergrund nötig: Was man bei den seit 2008 alltäglichen Meldungen über massenhaften Kreditausfall bei ärmeren Immobilien-Käufern meist nicht erfährt: Die Banken verlieren zwar die ausstehenden Raten, doch durch Zahlungsausfälle eignen sich die Geldhäuser oft die als Sicherheiten deklarierten Grundstücke...

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