Schön, mal was umsonst zu kriegen

Wie zu Zeiten des bürgerlichen Aufstiegs, nur, dass der schon lange nicht mehr ist - zur Eröffnung der Elbphilharmonie

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Wie üblich, wurden Reden gehalten vor versammelter und gesammelter Politprominenz mit Kanzlerin Merkel vornweg im herrlichen Großen Saal. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz rühmte den Bau und dankte allen Erbauern. Dies Haus habe zivilisierende Funktion, akzentuierte er mehrmals. Musik verbinde, sie sei inspirierende Kraft, die Menschen und Völker zu einen. Ähnlich Bundespräsident Gauck in seiner Ansprache. Die »Elphi« - der noch erste Mann im Staat hat das Ohr am Volk - sei »gelebte demokratische Kultur« und demonstriere Weltoffenheit. Fern der Gedanke, dass jegliche gute Musik der herrschenden Misere trotzt. Das Wort »Freiheit« fiel diesmal nicht bei ihm. Stolz sei die Stadt auf dieses Bauwerk, das allen Genres der Musik seine Türen öffnen werde. Beifall und vor jedem Statement ein Stück Musik mit dem NDR-Elbphilharmonie-Orchester unter Thomas Hengelbrock, sinnreich vorangestellt Beethovens »Die Geschöpfe des Prometheus« und mit Brah...


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