Verharren in der Isolation

Hunderttausende Japaner werden »Hikikomori« - und immer älter

  • Von Lars Nicolaysen, Tokio
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Otochika Ichikawa ist ein freundlicher Herr. Der 70-Jährige unterhält sich gern mit anderen Menschen. Er weiß aus bitterer Erfahrung, wie wichtig Kommunikation ist. »Als meine Tochter 14 Jahre alt war, weigerte sie sich, in die Schule zu gehen«, erzählt er. Pausenlos habe sie zu Hause Schulbücher und Hefte durchgeblättert, um sicherzugehen, dass sich nichts zwischen den Seiten befindet. Warum, wusste niemand. »Als sie Medikamente bekam, ging es ihr besser. Danach blieb sie fünf Jahre zu Hause«, erinnert sich Ichikawa. Seine Tochter wurde eine »Hikikomori«. Jemand, der sich zu Hause einschließt und aus der Gesellschaft zurückzieht.

Als Hikikomori leben nach einer Erhebung der Regierung in Japan etwa 540 000 Menschen im Alter von 15 bis 39 Jahren. Immer mehr Betroffene ziehen sich über längere Zeiträume zurück. Bei 35 Prozent seien es mehr als sieben Jahre. In einer erstmaligen Erhebung vor fünf Jahren hatte die Regierung 696 000 Hikikomo...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 666 Wörter (4303 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.