Reste einer verlorenen Zukunft

Mark Fisher ist tot

  • Von Philipp Böhm
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Sein Denken hatte einen zentralen Ausgangspunkt: die Niederschlagung des britischen Bergarbeiterstreiks und den damit verbundenen Beginn des Neoliberalismus Thatcherscher Prägung.

Für den Kulturtheoretiker Mark Fisher markierte diese Niederlage der Arbeiterbewegung einen Wendepunkt, dessen Folgen er bis in die Popkultur hinein verfolgte. Denn danach war auch ein Popsong nicht mehr dasselbe. »Kapitalistischen Realismus« nannte er die vorherrschende Ideologie der Jahre, die dieser Niederlage folgten, und meinte damit eine Welt ohne rettende Perspektive, sei diese nun eine politische oder ästhetische. Der nahezu totzitierten Aussage, die Menschen könnten sich heute das Ende der Welt eher vorstellen als das Ende des Kapitalismus, hat er Alltagsbeobachtungen und konkrete Analysen zur Seite gestellt. Am 13. Januar hat sich Mark Fisher das Leben genommen.

Laut einer Mitteilung seiner Frau auf Facebook hat er die letzten Monate mit e...

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