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Der mühsame Weg zum E-Auto

Sachsen will Vorreiter bei Elektromobilität sein, doch gerade die Regierung hat Nachholbedarf

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Dresden. Kommt das Thema Elektromobilität auch in Sachsens Verwaltungen an? Spitzenreiter im Freistaat ist die Stadt Leipzig mit rund 90 Elektrofahrzeugen, in denen Mitarbeiter von Rathaus und kommunalen Betrieben unterwegs sind. Man wolle bei diesem Thema mit einer breiten Allianz von Unternehmen vorangehen und zeitnah ein Konzept zur intelligenten Mobilität beschließen, teilte die Stadt auf dpa-Anfrage mit.

»In puncto Ladeinfrastruktur liegt Leipzig bei Einwohnern pro Ladepunkte heute schon im Spitzenbereich der deutschen Großstädte«, sagte Ingo Sanftleben von der Wirtschaftsförderung der Stadt. Allein die Leipziger Stadtwerke hätten bislang 160 Ladepunkte installiert.

Im Fuhrpark der sächsischen Landesregierung sind von rund 4500 Fahrzeugen allerdings erst 21 Elektro- oder Hybridfahrzeuge unterwegs. Nur ein Regierungsmitglied fährt derzeit Hybrid-Auto - also ein Fahrzeug, das neben einem Elektro- auch einen Verbrennungsmotor besitzt. Darüber hinaus wurden 2016 für die Polizei 44 Elektrofahrzeuge beschafft, teilte das Innenministerium mit. Da Sachsen im Bereich Elektromobilität jedoch eine Vorreiterrolle anstrebe, soll die Nutzung in den kommenden Jahren zielgerichtet ausgebaut werden, hieß es.

Sachsens Landeshauptstadt Dresden hat derzeit erst acht Elektroautos beziehungsweise Hybridfahrzeuge in der Dienstflotte. Die Verwaltung verfügt demnach insgesamt über mehr als 800 Fahrzeuge, rund 190 davon sind Pkw. Nach derzeitigem Stand sollen in diesem Jahr bis zu sieben weitere Elektro- oder Hybridfahrzeuge angeschafft werden, sagte Pressesprecher Kai Schulz.

Erst im November hatte die Stadt, in der ab April der E-Golf vom Band rollen soll, einen Kooperationsvertrag mit Volkswagen unterzeichnet. Demnach soll Dresden zu einer Modellstadt für Elektromobilität, Digitalisierung und innovatives Fuhrpark-Management werden. Unter anderem soll in den kommenden Jahren die Lade-Infrastruktur ausgebaut und der städtische Fuhrpark komplett auf E-Autos umgestellt werden. Genauere Maßnahmen seien derzeit noch in Planung.

Zwickaus Stadtverwaltung hat seit Anfang des Jahres in elf E-Autos. Diese ersetzen konventionell angetriebene Kleinwagen, sagte Stadtsprecher Mathias Merz. Insgesamt verfügt der städtische Fuhrpark über rund 30 Fahrzeuge. Die Stadt Zwickau wolle als traditionelle Automobilstadt mit der Zeit gehen, hieß es zur Begründung. Zwei weitere E-Autos seien für Sommer geplant.

Die Stadt Chemnitz hält sich in Sachen Elektromobilität bisher zurück. Nach Angaben von Pressesprecher Robert Gruner ist derzeit nur ein E-Auto auf den Straßen im Einsatz. Zwei Elektrotransporter rollen durch den Tierpark. Außerdem gebe es zwei E-Bikes. Rund 300 Fahrzeuge umfasst demnach der Chemnitzer Fuhrpark. Erst im kommenden Jahr soll ein weiteres Elektrofahrzeug mit Straßenzulassung angeschafft werden.

Jenseits der Städte sieht es nach dpa-Recherchen derzeit noch mau aus. Nach Auskunft der Sächsischen Energieagentur (Saena) setzte bislang vor allem der Vogtlandkreis auf Elektromobilität. Seit drei Jahren seien mehrere E-Fahrzeuge getestet worden, bestätigte der Energiebeauftragte des Vogtlandkreises Uwe Hergert.

Dafür hat der Landkreis mit einem Carsharing-Anbieter zusammengearbeitet. Da die Firma jedoch Insolvenz anmelden musste, seien derzeit erst einmal keine Elektroautos im Einsatz. Vorerst plane der Landkreis, 2017 zumindest ein eigenes Elektro-Fahrzeug anzuschaffen. dpa/nd

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